In diesem Artikel erklären wir, warum Diabetes die Füße so verletzlich macht, worauf Betroffene achten müssen – und warum die medizinische Fußpflege bei podoLev in Leverkusen für Diabetiker mehr ist als eine Routinebehandlung.
Was Diabetes mit Ihren Füßen macht
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die den gesamten Körper betrifft. Zwei Folgeerscheinungen sind für die Fußgesundheit besonders gefährlich:
Polyneuropathie – die Nerven werden geschädigt. Dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt die feinen Nervenbahnen, besonders in den Füßen. Die Folge: Das Schmerzempfinden lässt nach. Was zunächst angenehm klingt, ist in Wahrheit hochgefährlich. Denn Schmerz ist ein Warnsignal. Wer eine Druckstelle, eine Blase oder eine kleine Wunde am Fuß nicht spürt, bemerkt sie oft erst, wenn sie sich entzündet hat – manchmal erst nach Tagen oder Wochen.
Angiopathie – die Durchblutung wird gestört. Diabetes schädigt auch die Blutgefäße. Die Durchblutung in den Füßen verschlechtert sich, was bedeutet: Wunden heilen schlechter. Eine kleine Verletzung, die bei einem gesunden Menschen in wenigen Tagen verheilt, kann bei einem Diabetiker zu einem offenen, schlecht heilenden Geschwür werden – einem sogenannten diabetischen Ulkus.
Diese Kombination aus fehlender Schmerzwahrnehmung und gestörter Wundheilung ist der Grund, warum der diabetische Fuß als eine der schwerwiegendsten Komplikationen von Diabetes gilt. Im schlimmsten Fall kann eine unbehandelte Wunde zu einer Infektion führen, die eine Amputation notwendig macht. In Deutschland werden jedes Jahr tausende Amputationen aufgrund eines diabetischen Fußsyndroms durchgeführt – viele davon wären durch konsequente Vorsorge vermeidbar gewesen.
Warum kosmetische Fußpflege für Diabetiker nicht ausreicht
Viele Diabetiker gehen zur „normalen" Fußpflege – zum Beispiel in ein Kosmetikstudio oder einen Friseursalon, der Fußpflege als Zusatzleistung anbietet. Das ist gut gemeint, kann aber gefährlich werden.
Kosmetische Fußpflege ist auf den gesunden Fuß ausgerichtet: Nägel kürzen, Hornhaut entfernen, Füße pflegen. Die Mitarbeiter sind in der Regel nicht medizinisch ausgebildet und kennen die besonderen Risiken des diabetischen Fußes nicht.
Was kann schiefgehen? Eine zu tiefe Hornhautabtragung kann Wunden verursachen. Ein kleiner Schnitt beim Nägelkürzen kann sich bei gestörter Durchblutung entzünden. Eine Druckstelle wird übersehen, weil der Patient sie nicht spürt und der Fußpfleger nicht weiß, wonach er suchen muss.
Podologen hingegen sind medizinische Fachkräfte mit einer zweijährigen staatlichen Ausbildung. Sie erkennen pathologische Veränderungen am Fuß, wissen, welche Risiken bei Diabetes bestehen, und arbeiten mit entsprechender Vorsicht und Fachkenntnis. Das ist kein Luxus, sondern medizinische Notwendigkeit.
Was wir bei podoLev für Diabetiker besonders beachten
In unserer Praxis behandeln wir regelmäßig Patienten mit Diabetes Typ 1 und Typ 2. Dabei achten wir auf Dinge, die in einer kosmetischen Fußpflege oft gar nicht bedacht werden:
- Medikamentencheck – besonders Blutverdünner. Viele Diabetiker nehmen blutverdünnende Medikamente ein (z. B. Marcumar, Eliquis, Xarelto oder ASS). Das hat direkte Auswirkungen auf unsere Arbeit: Schon kleinste Verletzungen können stärker und länger bluten. Wir fragen vor jeder Behandlung nach der aktuellen Medikation und passen unsere Vorgehensweise entsprechend an.
- Gründliche Inspektion bei jedem Termin. Wir untersuchen Ihre Füße bei jedem Besuch systematisch – Fußsohlen, Zehenzwischenräume, Nagelränder, Druckstellen. Da Sie als Diabetiker mit Polyneuropathie möglicherweise nicht spüren, wenn sich ein Problem anbahnt, übernehmen wir diese Kontrolle für Sie. Frühzeitiges Erkennen von Veränderungen kann schwere Komplikationen verhindern.
- Schonendes Arbeiten. Wir arbeiten mit besonderer Vorsicht: minimaler Druck, sterile Instrumente, keine scharfen Kanten. Jeder noch so kleine Schnitt ist bei Diabetikern ein Risiko, das wir konsequent vermeiden.
- Individuelle Hautpflege. Diabetische Haut ist oft extrem trocken und neigt zu Rissen (Rhagaden), die als Eintrittspforte für Keime dienen. Wir beraten Sie zu geeigneten Pflegeprodukten und zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Füße zu Hause optimal versorgen.
- Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt. Die podologische Behandlung bei Diabetes ist Teil eines größeren Versorgungskonzepts. Wir arbeiten eng mit Ihrem Hausarzt, Diabetologen oder Internisten zusammen und halten die Kommunikation kurz, wenn wir etwas Auffälliges feststellen.
Wie oft sollten Diabetiker zur Podologie?
Das hängt vom individuellen Risikoprofil ab. Als Orientierung:
- Bei Diabetes ohne Nervenschäden: Alle 8 Wochen eine podologische Behandlung zur Vorsorge.
- Bei Diabetes mit Polyneuropathie: Alle 4 bis 6 Wochen, abhängig vom Zustand der Füße.
- Bei diabetischem Fußsyndrom oder bestehenden Wunden: Engmaschigere Kontrollen nach ärztlicher Anweisung, oft alle 2 bis 4 Wochen.
Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu oft kommen als einmal zu wenig. Die regelmäßige professionelle Kontrolle ist Ihre beste Versicherung gegen schwere Komplikationen.
Zahlt die Krankenkasse die Podologie bei Diabetes?
Ja – unter bestimmten Voraussetzungen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für podologische Behandlungen, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht. Bei Diabetes betrifft das insbesondere:
Das diabetische Fußsyndrom sowie Schädigungen am Fuß, die mit einer Polyneuropathie einhergehen. In diesen Fällen kann Ihr Arzt eine Heilmittelverordnung ausstellen, mit der Sie zur Podologie kommen können.
Die Krankenkasse übernimmt dann 90 Prozent der Behandlungskosten. Sie selbst zahlen eine Zuzahlung von 10 Prozent plus eine einmalige Verordnungsgebühr von 10 Euro. Für Kinder und Jugendliche entfällt die Zuzahlung komplett.
Wichtig: Ohne ärztliche Verordnung ist die Behandlung eine Selbstzahlerleistung. Sprechen Sie also unbedingt mit Ihrem Arzt über eine Heilmittelverordnung für Podologie – gerade bei Diabetes haben Sie in vielen Fällen Anspruch darauf.
Falls Sie unsicher sind, ob Ihnen eine Verordnung zusteht, helfen wir Ihnen gerne weiter und klären die Voraussetzungen mit Ihnen.
Was Sie als Diabetiker zu Hause für Ihre Füße tun können
Die professionelle Podologie ist das Fundament – aber die tägliche Pflege zu Hause ist genauso wichtig. Hier die wichtigsten Regeln:
- Tägliche Inspektion: Schauen Sie sich jeden Tag Ihre Füße an – Fußsohlen, Zehen, Zehenzwischenräume. Nutzen Sie einen Spiegel, wenn Sie die Fußsohle nicht gut sehen können. Achten Sie auf Rötungen, Blasen, Risse, Verfärbungen oder Druckstellen.
- Tägliches Waschen und sorgfältiges Trocknen: Waschen Sie Ihre Füße täglich mit lauwarmem Wasser. Testen Sie die Wassertemperatur mit dem Ellenbogen, nicht mit dem Fuß – bei Polyneuropathie können Sie die Temperatur am Fuß nicht zuverlässig einschätzen. Trocknen Sie die Füße gründlich ab, besonders zwischen den Zehen.
- Eincremen – aber richtig: Verwenden Sie eine harnstoffhaltige Fußcreme (Urea) für trockene Haut, aber cremen Sie nicht zwischen den Zehen ein – dort begünstigt Feuchtigkeit Pilzinfektionen.
- Nägel nicht selbst schneiden: Wenn Sie unsicher sind oder eingeschränkte Sehfähigkeit haben, überlassen Sie das Nägelschneiden uns. Eine Verletzung durch eine Nagelschere kann bei Diabetes schwerwiegende Folgen haben.
- Passendes Schuhwerk: Tragen Sie Schuhe mit weicher Sohle und ausreichend Platz. Kontrollieren Sie Ihre Schuhe vor dem Anziehen auf Fremdkörper – ein kleiner Steinchen, den Sie nicht spüren, kann eine Druckstelle verursachen.
- Niemals barfuß gehen: Auch nicht zu Hause. Jeder Tritt auf einen spitzen Gegenstand, den Sie nicht fühlen, ist ein Risiko.
Podologische Fußpflege für Diabetiker bei podoLev
In unserer Praxis in Leverkusen ist die Behandlung von Diabetikern einer unserer Schwerpunkte. Wir sind speziell ausgebildet, kennen die Risiken und arbeiten mit der nötigen Sorgfalt und Erfahrung, die der diabetische Fuß verlangt.
- Systematische Fußinspektion bei jedem Termin
- Medikamentencheck (Blutverdünner, Immunsuppressiva)
- Schonende Nagelbearbeitung und Hornhautentfernung
- Individuelle Pflege- und Hygieneberatung
- Zusammenarbeit mit Ihrem behandelnden Arzt
- Unterstützung bei der Verordnung über Ihre Krankenkasse
Ihre Füße tragen Sie durchs Leben. Sorgen Sie dafür, dass sie gut versorgt sind.
podoLev – Ihre Praxis für Podologie und medizinische Fußpflege in Leverkusen.

